Haptic… Yeah sure!

Q: “What is it, that makes digital music inferior to physical sound carriers in your opinion?”
A: “Well, you know… I’m a haptic person, I need something to hold in my hands and stuff.”

Bull-Shit! I am so intangibly sick to death of hearing the same old argument over and over again. YES the CD is an obsolete medium. And YES artworks and lyrics are an essential part of almost every album. But cross your heart: How many times do you actually go to your CD shelf, pick out the album you want to listen to, throw it in your stereo, sit down and hold the booklet in your hands? That’s right…

EVERYONE uses iTunes (or one of its few noteworthy peers) and has a mobile mp3-player. That’s the way we consume music in 2010. The funny thing is, that even though we are talking about “11111s” and “00000s” all the thought, passion and hard work bands put into creating a great album consisting of all three, music, lyrics and artwork, is still momentous and most of all available.

Notwithstanding I am one of those old school digital immigrants, my CD rack has been collecting dust for years now. I own over 1000 CDs, basically all my favorite music, but I would rather buy an album a 2nd time in iTunes before I listen to its physical equivalent. I know I am not alone and I allege that the time we spend with our digital music library by far exceeds the time we are actually listening to physical CDs. People spend hours and hours to organize, rate, rename or update their media libraries. And guess what, they love it! They stare at their “cover flow” and feel proud of the great record collection they grow.

coverflow

iTunes is the new CD shelf. The cover-flow is the new visual AND haptic (most mp3 players support “skipping” through your cd collection with two fingers or other multi-touch gestures). And almost every songtext that has ever been written is available on the internet. But this is just the beginning. Think of iTunes LP, the new album-format that not only includes mp3s and a cover image but also videos, pictures, multimedia content and interative gimmicks of your favorite band. Think of large multitouch displays in your living room. Think of new multitouch gestures that allow you to skim through a virtual booklet. Think of animated album covers that uncloses an artist like Jake Bannon a complete new dimension of expressing his band CONVERGE. Or think of a “mood” button that shuts down the lights in your living room, projects an animated cover on your wall and allows you to dive deeper into your favorite album than you have ever dreamed of. Some of these ideas might still sound very futuristic but others are just a stone’s throw away and might decorate YOUR living room in a few months already.

futuristiclivingroomSee, I run a record label and I still print my releases on CDs. I know that there is a market for physical sound carriers left and my urge is not to devaluate or diss compact discs. I just want to call up all those Luddites who have not recognized yet that the digital age of music consumption has already reached their own personal lives years ago. Wake up! And check your habits… and haptics.

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  1. Roman’s avatar

    Hey Chris!

    Ich frage mich bei genauerer Betrachtung auch nicht ob, sondern wann das digitale CD-Regal in jedem Zimmer steht. Vorteilhaft ist natürlich auch, dass man dieses nicht abstauben muss.

    Ich nehme mal die Sichtweise von mir, als Sänger einer “kleinen” Band, ein.
    Wir haben ein feines Debut-Album aufgenommen, lassen uns (im Moment) ein wunderschönes Artwork zeichnen und warten nur noch darauf endlich ein Releasedate festzulegen. DIY wird des Öfteren angepriesen, aber ich stehe eher auf DIYWALHFPWKTB. (do.it.yourself.with.a.little.help.from.people.who.know.their.business)
    Und in diesem DIY – Rahmen zu arbeiten, ist ja wunderbar für “neue und kleine” Bands, doch irgendwann entstehen neue Probleme, vor allem dann wenn man sich im bandinternen Kreis auf eine Art “Expansion” einigt.

    Auf Labelbewerbungen verzichten wir, es ist noch nicht an der Zeit.
    Auf CD-Verkäufe verzichten wir nicht, warum auch? Wir stürzen uns in kein finanzielles Risiko, und wissen genau, wieviele CDs wir unter die Leute bringen können. Bei der Frage ob wir, ohne Label und ohne das nötige Wissen, unsere Musik digital verkaufen wollen bzw. können entstehen die ersten Knowledge-Sackgassen! :)

    Gibt es digitale Onlineshops, die für Debütanten zu empfehlen sind?
    Oder ist eher Warten angesagt? Genau an dieser Stelle, dem Übergang von lokalen (Liveshow-) Cd-Verkäufen zu der globalen Erhältlichkeit von Cds tun sich Abgründe auf.

    Ich wünsche mir einen BLOGentry deinerseits zu:
    HOW TO SELL YOUR MUSIC ONLINE/DIGITAL?
    Mich interessiert vor allem, ab wann es für Bands sinnvoll ist bzw. wo “Newcomerbands” wie meine gut beraten sind.

    Wann gibts den ersten digitalen LIB Shop?

    Gruß
    Roman

  2. Chris | Let it Burn’s avatar

    Hey Roman,

    die Frage nach dem “wann” beantwortet sich von selbst. iTunesLP ist wie gesagt schon auf dem Markt, Multimedia-PCs bzw. die Vernetzung von Computer, Stereoanlage, TV, DVD, Konsole, etc. ist techisch überhaupt kein Problem und es werden schon seit Jahern schöne Lösungen hierfür angeboten. Ende des Jahres soll schon ein neuer iMac mit 24″ touchscreen erscheinen und und und. Es muss eigentlich nur noch ein breites Interesse geweckt werden damit diese im Moment noch etwas futuristischen Technologien von der Masse gekauft und verwendet werden.

    Zu deinen anderen Fragen… Alle Let it Burn Releases sind über iTunes, Allmusic, Amazon, etc. als digitalte Downloads erhältlich, wir haben hierfür einen eigenen Vertrieb der diese für uns bei allen wichtigen Plattenformen einstellt. Wir sind aber am überleben zusätzlich einen reinen Let It Burn Digital Store hochzuziehen um noch mehr Einfluss auf die Preisgestaltung und den Umfang der bereitgestellten Download-Dateien (Stichwort Multimedia, digitale Booklets, etc.) zu haben.

    Einen Blog-Eintrag zum Thema “How to sell your (digital) music online” kann ich gerne mal auf meine Liste schreiben. Ich denke aber, dass du mit ein wenig Google-Recherche über eine Vielzahl von Möglichkeiten für kleinere Bands stolpern wirst. Last.fm bieten da meines Wissens etwas an, ebenso Regioactive oder 7Digital.

    Ich habe bei “Newcomerbands” sehr oft die Erfahrung gemacht, dass das oberste Ziel ist eine eigene “CD” in den Händen zu halten. Das geht dann teilweise so weit, dass einem potentiellen Label das Blaue vom Himmel heruntergebetet wird (”100 tage Tour im Jahr”, “Vollgas geben”, bla bla) nur um es so weit zu bringen die CD zu veröffentlichen. Am Ende kommt das ganze dann aus dem Presswerk und von 1000 Einheiten werden 10 verkauft und 10 weitere von den Bandmitgliedern zu Weihnachten verschenkt. Damit ist niemandem geholfen.

    Ich weiss wie toll das Gefühl ist das eigene “Produkt” in den Händen zu halten, jedoch muss man sich als junge Band gut überlegen was man im Endeffekt erreichen will. Wenn es einem darum geht gehört zu werden und mit möglichst vielen Leuten in Kontakt zu treten und somit an Bekanntheit zuzulegen, dann ist eine CD-Veröffentlichung erst der sechste oder siebte Schritt auf der “Karriereleiter”. Zu Beginn ist das sinnvollste möglichst viel “buzz” im Internet zu erzeugen. Ein ansprechendes und vor allem gut gepflegtes Myspace-Profil, ein Twitter-Account, ein Youtube-Channel und eine Facebook Page sind Tools mit denen man sich präsentieren kann.

    Gegen eine selbstveröffentlichte CD spricht natürlich gar nichts, vor allem der Merchtisch freut sich darüber und hier hat man in der Tat auch gute Chancen einige Copies loszuwerden um zumindest die Studiokosten oder einen Teil davon zu refinanzieren.

    Viele Grüße
    Chris / Let it Burn

  3. Christian Priol’s avatar

    Hallo Roman und Chris,

    ich habe mich vor einiger Zeit auch damit beschäftig, wie und wo man am besten seine Musik im Internet anbieten kann.
    Ich habe dazu zB. Bandcamp gefunden – dort kann man ein Künstlerprofil erstellen und dann selbst seine Musik anbieten.
    Auch die Gestaltung der Seit liegt in deiner Hand.
    Es ist wirklich sehr einfach das alles zu erstellen und auf der Startseite findet man sogar ein kleines Video darüber.
    Hier die Seite: http://bandcamp.com/

    Es soll angeblich auch bald möglich sein OHNE PLATTENVERTRAG bei Myspace Musik direkt zum verkauf anzubieten.
    Mit Vertrag ist das jetzt schon möglich.

    Auch ich spiele in einer eher kleineren “Newcomer-Band” und wir wollen bald das erste Album aufnehmen – bzw wir sind eben auch am überlegen, ob wir überhaupt gleich ein ganzes Album aufnehmen sollen und dieses auch pressen.
    Vor allem kleine Bands haben die besten Chancen über kostenlose Downloads bekannter zu werden.
    Ist es dann vielleicht nicht sogar sinnvoller die Musik kostenlos anzubieten?
    Man erreicht mehr Leute und demzufolge hat man auch die Chance auf mehr Live-Auftritte.
    So holt man auch das Geld für die Aufnahmen schneller und sicherer herein, als zu hoffen dass man auf den paar Shows die man spielt ein paar CDs verkaufen.

    Virales Marketing ist auch ein Thema, dass mich teils stundenlang grübeln lässt und vielleicht schreibt ihr ja dazu noch eure Meinung – mich würde sie sehr interessieren.
    Durch gutes virales Marketing haben es schon viele Bands weiter nach oben geschafft.

    Freundliche Grüß
    Christian Priol

  4. Felix’s avatar

    Chris wrote
    “but cross your heart: How many times do you actually go to your CD shelf, pick out the album you want to listen to, throw it in your stereo, sit down and hold the booklet in your hands? That’s right…”

    Well, I do it all the time if I can. Call me a dinosaur… I currently live in the U.S. for a year without my record collection and i really miss being able to read through lyrics or look at some great artwork while listening to music… it just doesn’t work with my Ipod! Sure there are bands where you don’t really need it, but I do not find the trilogy of music, artwork & lyrics outdated at all!